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DFV in den Medien: Wo wir zuletzt gefragt waren

vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit

Familienpolitik wird konkret, wenn politische Entscheidungen den Alltag von Familien verändern. Genau darum ging es in den vergangenen Wochen in mehreren Medienbeiträgen mit dem Deutschen Familienverband (DFV) als Gesprächspartner.


Die Themen reichten von der geplanten Elterngeldreform über Elternzeit und Väterbeteiligung bis hin zur finanziellen Situation von Familien.


Wir geben einen kleinen Einblick in einige der jüngsten Medienauftritte.


Wenn Familienleistungen an der Lebensrealität vorbeigehen


Der vorliegende Gesetzentwurf zur Reform des Elterngeldes sieht höhere Mindest- und Höchstbeträge vor, zugleich soll die maximale Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate verkürzt werden, wobei künftig jedem Elternteil drei nicht übertragbare Monate zustehen sollen. Der DFV hat die Pläne des Bundesfamilienministeriums kritisch begleitet – insbesondere dort, wo sie Familien vor neue finanzielle oder organisatorische Herausforderungen stellen.

Im ARD-Mittagsmagazin und bei NDR Info kritisierte Bundesgeschäftsführer Sebastian Heimann die geplanten Änderungen und warnte davor, dass Familien die Zeit während der Elternzeit zunehmend aus dem eigenen Einkommen finanzieren müssten.


„Dann bedeutet es, dass Familien aus ihren eigenen Einkommen die Zeit bezahlen müssen oder es wird letztendlich zu einem Elite-Elterngeldprojekt.“

Auch der Bayerische Rundfunk griff den Gesetzentwurf auf. Im Mittelpunkt standen dort unter anderem die Betreuungslücke rund um den ersten Geburtstag und die Eingewöhnungszeit in der Kita. Heimann warnte, dass selbst ein pünktlich zum ersten Geburtstag verfügbarer Kitaplatz keine nahtlose Rückkehr in den Beruf ermöglicht, weil zunächst die Eingewöhnung beginnt. Für manche Mütter könnte der Wiedereinstieg zudem noch in die Stillzeit fallen.


Familienpolitik braucht verlässliche Rahmenbedingungen


Der Wunsch nach einer stärkeren Beteiligung der Väter an der Elternzeit allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, ob Familien diese Entscheidung auch praktisch und finanziell umsetzen können. Das zeigt auch der Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunks zur Frage, wie Elternzeit zwischen Müttern und Vätern aufgeteilt wird.


Franziska Schmidt, Vorsitzende des DFV-Landesverbandes Thüringen, begrüßte grundsätzlich das Ziel einer gleichberechtigten Beteiligung beider Eltern. Gleichzeitig betonte sie, dass zunächst das Fundament stimmen muss: ausreichend Betreuungsplätze, finanzielle Spielräume und gesellschaftliche Akzeptanz.


Denn Väter, die länger als zwei Monate Elternzeit nehmen, werden teilweise noch schief angesehen. Für viele Familien ist zudem die finanzielle Situation entscheidend. Gerade wenn ein Elternteil deutlich mehr verdient als der andere, stellt sich die Frage, wer es sich überhaupt leisten kann, länger aus dem Beruf auszusteigen.


Auch im WDR 5 Politikum ging es um die Frage, welche Rahmenbedingungen Familien brauchen. Petra Windeck, Vorsitzende des DFV-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, verwies darauf, dass hohe Lebenshaltungskosten, die schwierige Situation auf dem Wohnungsmarkt und fehlende Betreuungsplätze die Entscheidung für ein zweites oder drittes Kind erschweren. Gerade bei der Betreuung klafft zudem eine Lücke zwischen politischen Ansprüchen und der Realität vor Ort.


Wenn Urlaub zum Armutsindikator wird


Wie stark Familien finanziell unter Druck stehen, zeigt sich auch bei der Frage, ob sie sich noch eine Woche Urlaub leisten können. Der Berliner Kurier berichtete Anfang Juli, dass sich rund 17,3 Millionen Menschen – 21 Prozent der Bevölkerung – keine Woche Urlaub leisten konnten. Bei Haushalten mit zwei Erwachsenen und Kindern lag der Anteil bei 18 Prozent, bei Alleinerziehenden bei 39 Prozent.


Für Sebastian Heimann waren die Zahlen ein „politisches Alarmsignal“. Er bezeichnete die Urlaubsstatistik als einen „sehr verlässlichen Seismografen“ für die verdeckte und offene Armutsgefährdung bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein. Inflation, steigende Wohnkosten sowie hohe Belastungen durch Steuern und Sozialabgaben setzen die Haushaltsbudgets vieler Familien zunehmend unter Druck. Heimann fordert deshalb eine stärkere Entlastung von Familien bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.


Auch Focus online griff die finanzielle Belastung von Familien auf und zeigte, dass insbesondere Alleinerziehende und Mehrkindfamilien einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt sind. Dabei verwies der DFV auf das Thema „Familienarmut“ und die wachsende finanzielle Herausforderung mit zunehmender Kinderzahl.


Und es geht weiter


Die Beispiele zeigen nur einen Ausschnitt aus der Medienarbeit des DFV. Ob Elterngeld, Elternzeit, Betreuung, Kinderwunsch oder die finanzielle Situation von Familien: Der DFV bringt die Perspektive der Familien dort ein, wo politische Entscheidungen ihren Alltag unmittelbar betreffen.


Noch mehr Medienauftritte des DFV sind in der Übersicht DFV in den Medien“ zu finden.

 
 
 

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